Mittwoch, 30. Juli 2014

[Rezension] Marie Lucas - Was wir auch tun


 
~* Informationen zum Buch *~


Titel: Was wir auch tun
Autorin: Marie Lucas
Verlag: FJB
ISBN: 978-3841422156
Preis: 16,99 €
Seiten: 496
ED: 06.03.2014
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~* Inhalt *~


Die 16-jährige Robin, beliebt und hübsch, kommt eines Tages mit dem coolen Außenseiter Alex zusammen. Anfangs findet Robin seine Schweigsamkeit und Undurchdringlichkeit bewunderswert. Doch je länger sie zusammen sind, stört es sie, dass sie sich nicht näherkommen. Doch Robin ahnt nicht, dass er ein Geheimnis hat. Ein Geheimnis, das Jasper, Robins Exfreund, herausfindet. Er zwingt Alex zu einem Deal: eine Nacht mit Robin.




~* Meinung *~


Diese Jugendgeschichte thematisiert eine Dreiecksbeziehung mit all ihren schönen und traurigen Seiten. Auch die unterschiedlichen Welten der Protagonisten werden aufgegriffen und reichlich vorgestellt.

Alex kommt aus einem ärmeren, kriminellen Umfeld, bei dem Hooligans und Gewalt den Alltag bestimmen. Er wohnt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung.
Robin hingegen wohnt in einem gehobenen, reichen Umfeld. Bei sich Zuhause hat sie noch ein Haushälterin, mit der sie sich gut versteht.
Passend dazu, finde ich die Gestaltung des Covers, die die beiden unterschiedlichen Welten der Protagonisten darstellt, sehr schön.
Doch die Frage ist: Kann die Liebe über alle Welten siegen?

Alex ist ein Außenseiter. Er lässt niemanden an sich ran und ist eher schweigsam und etwas zurückhaltend. Meist wirkt er geheimnisvoll, da er sich verschließt und niemanden in sein Inneres durchdringen lässt. Auch wenn er ab und zu die Gewalt darstellt, macht es ihn umso mehr interessanter. Anfangs hat Robin seine Art gefallen, doch sie wird zum Verhängsnis zwischen den Beiden. Während Alex unzugänglicher wird, verschleiert sich die Beziehung zwischen ihm und Robin und wird so kompliziert.
Robin ist eine beliebte, hübsche und ansehnliche Schülerin. Sie kommt aus einem wohlhabenden Elternhaus und ist daran gewöhnt, ihren Willen durchzusetzen. Mit der Stiefmutter kann sie sich gar nicht verständigen. Sie bezeichnet sie sogar als "Stiefmonster".
Robin habe ich zunächst sympathisch aufgenommen. Doch ihr Verhalten an dem bestimmten Abend mit Jasper konnte ich nicht nachvollziehen. Damit ist meine Sympathie für sie etwas gesunken.
Jasper ist ein gutaussehender, beliebter Schüler. Er ist ein richtiger Mädchenschwarm. Er begeht einen Fehler, wodurch die Beziehung zwischen ihm und Robin nicht mehr standfest bleibt und die Beiden letztlich sich trennen. Dennoch ist Jasper sehr stur und ehrgeizig, Robin wieder zurückzuerobern und tut alles in seiner Macht, sein Ziel zu erreichen. Er kommt unsympathisch rüber. Und als ich den Grund für die Trennung erfahren habe, hat er noch ein abtörnendes und widerliches Bild von sich geschaffen.

Diese drei Charaktere lernt man als Leser intensiv kennen. Marie Lucas verwendet nämlich den Perspektivenwechsel zwischen den Dreien. Anfangs kann es etwas eigenartig vorkommen, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. So kommt man den Charakteren immer ein Stück näher. Ich konnte in alle drei Charaktere hineinschlüpfen und ihre Gedanken und Gefühle besser verstehen. 

Den Schreibstil betrachtet, gibt es nichts zu bemängeln. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Der Sprachgebrauch ist leicht gehalten. Ich bin nirgendswo gestolpert und konnte problemlos lesen. 

Besonders humorvoll finde ich das Ende, bei dem nochmal das "Wortspiel" mit den Rosinenbrötchen aufgegriffen wurde. Dabei musste ich schmunzeln. :)




~* Lieblingszitat *~

"Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht." (S.33)




~* Fazit *~

Marie Lucas hat mich mit ihrer Geschichte begeistert. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen.
 


~* Bewertung *~

 ★★★★


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