Dienstag, 17. November 2015

[Rezension] Jürgen Seidel - Der Krieg und das Mädchen

 

~* Informationen zum Buch *~

Titel: Der Krieg und das Mädchen
Autor: Jürgen Seidel
Verlag: cbj
ISBN: 978-3570157633
Preis: 16,99 €
Seiten: 480
ED: 24.02.2014
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~* Inhalt *~


August 1914. Der große Krieg beginnt. Das junge Paar Fritz und Mila spürt die Kriegsbegeisterung ebenso wie die Feindseligkeit ihrer Mitmenschen. Auch zwischen den beiden existieren unkontrollierbare, verschiedene Empfindungen. Während Mila gegen Anfeindungen kämpft, weil ihr Vater Franzose war, erhofft sich Fritz vom Krieg die Reinigung seiner verbotenen Gefühle. Als aber ein Lehrer, der als Franzonhasser bekannt ist, plötzlich stirbt, eskaliert alles und nimmt einen dramatischen Verlauf an.




~* Meinung *~ 


"Der Krieg und das Mädchen" ist eine bewegende, fesselnde Geschichte, die im Jahre 1914 spielt.

In einer bedrückenden Zeit, in der der 1. Weltkrieg die Zentralfigur war.

Mit dieser Geschichte lässt Jürgen Seidel den drohenden Krieg zwischen den Zeilen spüren. Ebenso drückt er die Enthusiasmus genauso wie die Angst vor dem Krieg durch die verschiedenen Charaktere aus. Er hat die Reden, Ansichten und Verhaltensweisen der Charaktere ganz gut und realistisch rübergebracht, so dass man als Leser das Gefühl erhält, in der Geschichte präsent zu sein.



Seidel erzählt eine Geschichte über das Schicksal von Mila, die in einem historischen Hintergrund abspielt. Mila ist eine Halbfranzosin, da ihr Vater französicher Herkunft war. Der Hass gegen die Franzosen wird an dem Beispiel von Mila beleuchtet. Mit einer anfänglichen Anschuldigung verketten sich einzelne Handlungen so, dass sich das Leben von Mila und ihrer Mutter bitter und gravierend verändert.

Obwohl Mila vielmehr im Zentrum steht, nimmt Fritz und sein Schicksal auch eine bedeutende Rolle in der Geschichte ein. Fritz hingegen ist ein gebürtiger Deutscher. Er kann mit seinen verbotenen Gefühlen, die er als Krankheit bezeichnet, nicht im Einklang sein. Die Tatsache zerrreißt ihn. Er fühlt sich verloren und findet letzten Endes in dem Krieg seine Zuflucht. Und so bestimmt er seinen eigenen Schicksal, das den Leser zutiefst berührt.



Seidels Sprachgebrauch ist an die Epoche, in der die Geschichte spielt, gut angepasst und nicht mit vielen Fremdwörtern überfüllt bzw. beschmückt. Sie lässt sich anfangs nicht so einfach lesen. Man braucht ein wenig Zeit, sich an seinem Schreibstil zu gewöhnen. Schwierigkeiten habe ich persönlich dabei keineswegs empfunden.

Erwähnenswert ist, dass durch seinen Sprachgebrauch die Geschichte authentischer wirkt. Würde er einen leichten, umgangssprachlichen Schreibstil folgen, hätte die Geschichte einen unrealistischen Charakter und würde sich künstlich anfühlen.



Das Ende ist offen gestaltet. Doch durch geschichtliche Hintergrundinformationen kann man sich das Ende teilweise auch zusammendenken. Ich persönlich habe mir ein positives Ende für Mila ausgemalt, da ich eine optimistische Einsicht vertrete und die Geschichte mich schon viel mitgenommen hat.


~* Fazit *~

Wie Jürgen Seidel schreibt, ist einzigartig, so packend und literarisch.
Ein Muss für geschichtsbegeisterte Leser.



~* Bewertung *~

★★★★
 
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