Mittwoch, 20. Juli 2016

[Rezension] Sally Green - Half Bad - Das Dunkle in mir



~* Informationen zum Buch *~

Titel: Half Bad - Das Dunkle in mir
Autorin: Sally Green
Verlag: cbj
ISBN: 9783570158425
Preis: 17,99 €
Seiten: 432
ED: 31.03.2014
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~* Inhalt *~


Nathan wird seit seiner Kindheit von der Regierung beobachtet, verfolgt und eingesperrt. Er lebt nämlich in einer Welt mit Hexen. Die weißen Hexen bilden die Regierungsmacht und halten sich selbst für gut. Die schwarzen Hexen hingegen sind gefährlich und skrupellos und arbeiten im Untergrund. Und Nathan ist beides, ein Halbcode, denn seine Mutter war eine Weiße Hexe und sein Vater Marcus ist der gefürchteste Schwarze Hexer, dem Nathan nie begegnet ist.
Der Rat der Weißen Hexen benutzt Nathan als Köder, um Marcus zu schnappen. Doch Nathan bricht aus und wird zum Gejagten beider Seiten. Er muss sich entscheiden: für die gute Seite in ihm oder für die böse...




~* Meinung *~ 


Die Idee der Geschichte ist interessant und vielversprechend. Die Geschichte handelt über Hexen, weiße und schwarze. Dabei handelt es sich nicht um die Aufteilung in Gut und Böse. Wenn man das Wort "Hexen" liest, assoziiert man es direkt mit Besen und Zauberei, jedoch bleibt diese Geschichte weit von ihnen fern. Sally Green hat ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und die Hexen auf brillante Art und Weise neu aufgegriffen. Ebenso vermeidet sie den Ausdruck "Zauberkraft", vielmehr spricht man hier von den Gaben/ magischen Fägihkeiten der Hexen.

Der Einstieg in die Geschichte ist gewöhnungsbedürftig, nicht ganz einfach, aber auch nicht zu schwierig. Dennoch freundet man sich schnell mit dem Schreibstil an, so dass das Lesen auch flüssiger vorangeht. Ebenso kann auch die anfängliche Du-Perspektive, die sich später in Ich-Perspektive wechselt, komisch und verwirrend wirken. Doch das lässt sich schnell wieder legen. Die direkte, persönliche Ansprache verleiht der Geschichte mehr Originalität, so als würde einem jemand die eigene Geschichte erzählen wollen.

Die Brutalität kommt hier nicht zu kurz. Nathans Misshandlungen sind grausam und schrecklich. Man ist fassungslos und schockiert, wie viel Leid Nathan zugeführt wird. Da läuft einem beim Lesen ein Schauer über dem Rücken. Diese Stellen sind bildreich beschrieben, sodass man sie sich gut vorstellen kann. Dementsprechend erschrecken sie einen umso mehr.

Sally Green knüpft auch an die Liebe, aber verleiht ihr nicht viel an Gewicht. Immerhin geht es hier nicht hauptsächlich um eine Liebesgeschichte.

Die Vielfalt an Charakteren sorgt für eine gute Stimmung. Man lernt sie über das Buch etwas mehr kennen. Am meisten gewinnt Nathan von Seite zu Seite mehr an Bedeutung und schließlich auch die intensive Nähe des Lesers.
Nathan ist ein Halbcode. Und das lassen sehr viele an ihm spüren. Die Weißen Hexen stoßen ihn weg, Freunde hat er keine. Seine Freiheit ist eingeschränkt, denn er wird ständig kontrolliert. Nur seine Großmutter und zwei von drei Halbgeschwistern akzeptieren ihn, sowie die Tochter eines Ratmitglieds der Weißen Hexen, Jessica.

Letzten Endes kann ich nur sagen, dass ich von der Geschichte "verhext" bin. Sie hat mich richtig gepackt und mitgerissen, sodass ich sehr neugierig darauf warte, wie sie nun weitergeht.




~* Fazit *~


"Half Bad – Das Dunkle in mir" ist ein gelungenes, erstklassiges Debüt von Sally Green. Dieser atemlose Thriller fesselt von der ersten Seite an. Wer Geschichten über Hexen liebt und sich nicht vor brutalen Szenen scheut, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.



~* Bewertung *~

★★


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